NAMASTE an Sie alle aus dem fernen Nepal!

    Mein Mann und ich sind vorige Woche bei herrlichen 25 Grad und Sonnenschein in Kathmandu angekommen. Es ist immer wieder faszinierend, wie man nach nur wenigen Flugstunden in eine total andere Welt katapultiert wird.

    PREM hatte uns am Flughafen erwartet und in nepalischer Tradition mit Schal und Blumen begrüßt. Die Zeremonie wurde vom Hotel mit TIKA (roter Farbpunkt auf die Stirn) fortgesetzt. Nachdem der Jetlag überwunden war, ging es am Samstag morgen in die CMHS Schule. Es gab Zwischenzeugnisse, was immer ein Ereignis ist, da mindestens ein Elternteil oder Erwachsener mit in die Schule kommen muss - ansonsten bekommen die Kinder die Zeugnisse NICHT ausgehändigt.

    Wir sind also mit den 7 Kindern, die dort noch lernen, einzeln zu den Klassenlehrern gegangen und haben uns die Zensuren erklären lassen. Die Resultate waren durchweg gut, bis auf unsere Sorgenkinder, die bis zum nächsten April noch Etliches aufzuholen haben. Das hat ihrer Stimmung aber keinen längeren Dämpfer versetzt – den, danach gab es gleich die Briefe und Geschenke ihrer Sponsoren. Freude pur.


    Und dann war es soweit: um 14.00 Uhr das Treffen mit allen Kindern in einem Restaurant in der Nähe. Eine große Wiedersehens-Party, nicht nur mit uns, sondern auch teilweise untereinander. Viele der Älteren besuchen nun externe Colleges und zudem lagen 4 lange Wochen DASHAIN Ferien hinter ihnen. Es wurde gemeinsam gegessen, viel gelacht und erzählt. So gingen die Stunden vorbei wie der Wind.
    Am Ende hatten wir noch nicht einmal die Zeit gefunden, unseren GROSSEN die Geschenke ihrer Sponsoren zu übergeben - das will schon etwas heißen - und so werden wir uns mit ihnen nochmals zur Übergabe der Geschenke treffen.


    In diesem Jahr haben einige unserer Kinder ihre SLC Prüfungen mit richtig guten Ergebnissen abgelegt; sie konnten somit auf weiterführende Colleges wechseln, um ihre Ausbildung fortzusetzen. Die darauffolgenden Tage waren daher mit Besichtigungen neuer Colleges und Hostels ausgefüllt.

    Da die Kinder während der Schulzeit nur samstags frei haben, wurde der anstehende Samstag für unsere jüngeren Kinder reserviert. Sie hatten die Wahl, einen Land-Ausflug oder einen ausgedehnten Stadtbummel zu unternehmen. Die Entscheidung fiel mit 100 Prozent auf den Stadtbummel. Dazu sei angemerkt, dass die Schulkinder von der Schule keine Genehmigung für Stadtbesuche erhalten. Die Chance mit mir bummeln zu gehen, wird somit zum inoffiziellen Feiertag.


    Das Treffen mit unseren GROSSEN war wie immer eine große Freude. Alle wurden von ihren persönlichen Sponsoren reichlich beschenkt und auch mit Taschengeld versorgt. Durch die GROSSZÜGIGKEIT eines externen Sponsors, war es zusätzlich möglich, fünf unserer Kinder mit i-Pads auszustatten, die zwar benutzt, aber TOP in Ordnung sind. Fünf weitere i-Pads warten noch auf die Übergabe - es war mir leider vom Reisegepäck her nicht möglich, gleichzeitig alle mitzunehmen. Aber, sie sind angekündigt; demzufolge ist die Erwartung auf unseren nächsten Besuch groß.


    Es widerstrebt mir, Ihnen Bilder der Not aus diesem bitterarmen Land zu schicken. Sie alle kennen die Fakten aus der Zeitung. Natürlich ist es uns nicht möglich, alle bedürftigen Kinder dieses Landes zu unterstützen und ihnen eine gute Schulbildung zu ermöglichen, aber gemeinsam ermöglichen wir derzeit 32 Kindern den Schritt in ein gesundes, selbstbestimmtes Leben – eine Chance, die sie ohne uns nicht hätten. Allerdings trifft es auch immer wieder Kinder aus unserem Programm, dass sie die bitterarme Zeit der Mangelernährung aus der Vergangenheit mit Krankheiten in der Jugend einholt. Auch dafür DANKE an alle, dass der Verein die nötigen Mittel zur Verfügung hat, hier einzutreten und zu helfen. ALLE Kinder im Programm wissen, dass nicht nur ein Mensch in Deutschland sie unterstützt, sondern die Gemeinschaft aller von KINDER in NEPAL e. V.

    Unten sehen Sie ein Bild von einer Waschgelegenheit mitten auf einer sehr befahrenen Straße in Kathmandu. Ich habe für diese Aufnahmen bewusst einen Zeitpunkt gewählt, wo wenig Verkehr war und die Menschen der Umgebung sich dort nicht mehr gewaschen haben, sondern nur Wasser für den täglichen Bedarf holen. Diese Plätze werden noch immer als Badezimmer und Wasserstelle genutzt.


    Doch zurück zu unseren Kindern. Mit 8 Teenagern in dem quirligen Kathmandu einkaufen zu gehen ist schon eine Herausforderung. Doch PREM, PREETI, mein Mann und ich hatten mit ihnen viel Spaß. Auch wenn ihre Budgets stets sehr klein sind, so ist es immer interessant zu sehen, wie vielseitig es von den Kindern eingesetzt wird.


    Die verbleibenden Tage waren ausgefüllt mit Besuchen diverser Colleges und Einzelgesprächen mit den Kindern. In sechs Monaten stauen sich jeweils kleinere und größere Probleme an, die besprochen und gelöst werden müssen.


    Zum Schluss trafen wir uns zum gemeinsamen Abschiedsessen. Dies geschieht immer an einem Samstag in der Zeit von 14.00 - 17.00 Uhr; nur dann haben alle frei (der Samstag ist der nepalesische Sonntag, wo auch keine Schule ist). Alle waren gekommen. Es gab ein nepalesisches Essen und danach Geburtstagstorten - vier unserer Kinder hatten an diesem Wochenende Geburtstag.


    Diverse Briefe an die Sponsoren wurden mir übergeben. Die KLEINEN schreiben noch, die GROSSEN erledigen ihre Post per WhatsApp oder E-Mail … Internet macht es möglich.

    Mit diesen Eindrücken möchte ich mich verabschieden und wünsche allen eine sehr schöne Vorweihnachtszeit.

    Ihre
    Renate Schlitt


    Ältere Berichte (Download):
    Reisebericht April 2019
    Reisebericht November 2018
    Reisebericht April 2018

    Neuigkeiten

    • Reisebericht November 2019

        NAMASTE an Sie alle aus dem fernen Nepal! Mein Mann und ich sind vorige Woche bei herrlichen 25 Grad und Sonnenschein in Kathmandu angekommen. Es ist immer wieder faszinierend, wie man nach nur wenigen Flugstunden in eine total andere Welt katapultiert wird. PREM hatte uns am Flughafen erwartet und in nepalischer Tradition mit Schal und Blumen begrüßt. Die Zeremonie wurde vom Hotel mit TIKA (roter Farbpunkt auf die Stirn) fortgesetzt. Nachdem der Jetlag überwunden war, ging es am Samstag morgen in die CMHS Schule. Es gab Zwischenzeugnisse, was immer ein Ereignis ist, da mindestens ein Elternteil oder Erwachsener mit in die Schule kommen muss - ansonsten bekommen die Kinder die Zeugnisse NICHT ausgehändigt. Wir sind also mit den 7 Kindern, die dort noch lernen, einzeln zu den...

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